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Corvatsch AG

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Engadin St. Moritz

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Nach gemeinsamer Sache eine klare Angelegenheit

21.07.2012

Wie im Vorjahr gewannen Marc Pschebizin und Andrea Huser den Alpinathlon Engadin St. Moritz. Für die total 349 Teilnehmenden war das samstägliche Tageswerk frühestens nach einem und spätestens nach fünf Abschnitten vollbracht.

Von Anita Fuchs

67,5 Kilometer hatten sie in den Beinen, als sich ihre Wege trennten. Die Singles, die sich für drei Teilstücke entschieden hatten, nahmen nun den 11,9 Kilometer (+1695/-195) messenden Schlussabschnitt von St. Moritz Bad über den Hahnensee zur Mittelstation Murtèl der Corvatsch-Bahn und weiter zum Tagesziel, der auf 3303 Meter gelegenen Bergstation, unter die Füsse. Die Singles der fünf Etappen umfassenden Königsdistanz schnürten in der Wechselzone zwar ebenfalls die Laufschuhe; für sie galt es vorerst aber die Alp Surlej und anschliessend mit dem Mountainbike die Alp da Staz zu erklimmen.

Führungsposition gefestigt

Doch wie präsentierte sich der Verlauf im Hauptrennen bis dahin? Die Favoriten reihten sich schon auf der Fahrt mit dem Rennvelo von Bergün über den Albulapass nach St. Moritz Bad in den vorderen Positionen ein. Am schnellsten, in 1:19:15 Stunden, legte das 38,6 Kilometer (+1301/-884) messende Teilstück der Vorjahres-Zweite Sandro Spaeth (Ettingen) zurück.

Auf dem folgenden, 38,9 Kilometer (+/-1182) langen Mountainbike-Abschnitt via Samedan, die Alp Muntatsch, Marguns und zurück an den Ausgangspunkt festigte der Ausdauersportler aus dem Baselbiet die Führungsposition. Sein erster Verfolger: Alpinathlon-Neuling Xavier Sigrist. Nur wenig dahinter befand sich Marc Pschebizin (D-Wittlich), der Vorjahresgewinner.

Zweimal gemeinsam in Wechselzone

Nicht ganz unerwartet holte der Kronfavorit seine Gegner auf der anschliessenden 16 Kilometer (+/-570) messenden Laufstrecke ein. Während Sigrist zurückfiel, vermochte Spaeth Pschebizins Tempo Folge zu leisten. Die beiden machten nun gemeinsame Sache und erreichten die Wechselzone gemeinsam. Ebenso nach dem zweiten, 32,1 Kilometer (+/-790) langen Mountainbike-Abschnitt, auf dem Sigrist wegen Rückenproblemen aufgab.

Wer das Gefühl hatte, die beiden Führenden würden sich schonen, sah sich getäuscht. Aussagen der beiden Athleten zufolge versuchte Pschebizin seinen hartnäckigsten Widersacher während des Laufens und Spaeth den als Kronfavoriten gestarteten Deutschen auf dem Mountainbike zu distanzieren. Jedoch vergebens, wie sich herausstellte. Die Vorteile lagen nun bei Pschebizin, der die komfortable Ausgangslage auf dem Schlussabschnitt geschickt nutzte und mit der Zeit von 7:40:41 Stunden und 15:38 Minuten Vorsprung einen überlegenen Sieg feiern konnte.

Nur drei Männer schneller

Noch eindrücklicher fiel die Vorstellung von Vorjahresgewinnerin Andrea Huser aus. Die vielseitige Athletin aus Aeschlen ob Gunten musste neben Pschebizin und Spaeth einzig dem Ostschweizer Jan Walter den Vortritt lassen. Die Berner Oberländerin traf nach 8:47:36 Stunden im Ziel ein und wies auf die nächstbeste Frau, die Belgierin Tina Gartz, eine Reserve von 1:16:34 Stunden auf. Huser sprach von einem perfekten Tag, ebenfalls OK-Präsident Andrea Tuffli: „Ich bin glücklich, dass das Wetter mitspielte und endlich einmal die Bergstation der Corvatsch-Bahn als Ziel diente. Zudem war die Stimmung hervorragend.“

Schnellstes Fünferteam (Zeit 7:07:45) auf den total 127,5 Kilometern mit 5540 Steigungs- und 3620 Gefällemetern war SRS Pro Sportler 1 in der Besetzung Urs Hänni, den beiden im Engadin wohnhaften Sportlern Cyrille Gallin und Stefan Pulfer sowie Stefan Trafelet und Michael Lobsiger. Bei den Couple triumphierten René Rohrer und Kathrin Zbinden. Bestes reines Bündner und zugleich schnellstes Mixed-Team war Engiadina Nordic (sechster Gesamtrang, 7:54:07/Fadri Guler, Thierry Jeanneret, Monika Kamm, Ursina Guler, Jan Kamm).

Einheimischer Triumph dank Tschenett

Seine Stärke auf mit Muskelkraft angetriebenen Zweirädern unterstrich Claudio Tschenett. Der St. Moritzer, der letztes Jahr die Padella-Trophy für sich entschieden und beim Alpinathlon 2008 (damals führte er von St. Moritz nach Davos) den vierten Rang erreicht hatte, legte in den ersten beiden Disziplinen den Grundstein zu seinem Sieg bei den Singles über drei Strecken. Seine Schlusszeit nach den 79,4 Kilometern, auf denen es 4178 Meter auf- und 2261 Meter abwärts ging: 5:24:39.

Insgesamt beteiligten sich bei idealen äusseren Bedingungen 73 Single, neun Couple und 42 Teams mit total 349 Personen am vierten Alpinathlon. Viele der Befragten versprachen auch nächstes Jahr, beim ersten kleinen Jubiläum, wieder dabei zu sein.

Auszug aus der Rangliste
Fünf Strecken. Single. Männer: 1. Marc Pschebizin (D-Wittlich) 7:40:41. 2. Sandro Spaeth (Ettingen) 7:56:19. 3. Jan Walter (Lenggenwil) 8:40:39. 4. Adrian Ruhstaller (Magglingen) 8:49:21. 5. Thomas Reinthaler (Zürich) 8:59:43. - Frauen: 1. Andrea Huser (Aeschlen ob Gunten) 8:47:36. 2. Tina Gartz (BEL-Rocherath) 10:04:22. 3. Fiola Foley (Zürich) 10:14:22.
Couple: 1. couple for a day (Thierarchern/René Rohrer und Kathrin Zbinden) 7:57:53. 2. Tempo-Sport-exersciences (Adliswil/Jürg Störi und Angela Wild) 8:14:32. 3. SAMI (Baden/Michel Bravin und Sabine Vogel Dion) 8:26:28.
Team. Männer: 1. SRS Pro Sportler 1 (Thun/Urs Hänni, Cyrille Gallin, Stefan Pulfer, Stefan Trafelet, Michael Lobsiger) 7:07:45. - Mixed: 1. Engiadina Nordic (Madulain/Fadri Guler, Thierry Jeanneret, Monika Kamm, Ursina Guler, Jan Kamm) 7:54:07. - Frauen: 1. Engadin Skimarathon (Pontresina/Ladina Lechner, Christa Inauen, Myrta Damaso, Silvia Gilgen-Mölk, Monika Mock) 9:01:18.

Drei Strecken. Single. Männer: 1. Claudio Tschenett (St. Moritz) 5:24:39. 2. Patrick Buschor (Hittnau) 5:49:32. 3. Andrea Walther (Chamfèr) 5:58:42. - Frauen: 1. Beatrice Wyss (Pontresina) 6:35:01. 2. Nora Engels (Bever) 7:23:35. 3. Heike Steininger (D-Bad Wurzach) 9:27:53.
Couple: 1. Obenuse (Aarwangen/Jürg Guggisberg und Elisabeth Kurth) 8:10:57.
Team. Männer: 1. Roaring Fifties (Suhr/Urs Zimmermann, Roland Zähner, Thomas Fischer) 5:21:23. - Mixed: 1. Lutzenberger/Raffelt (D-München/Martin Lutzenberger, Lars Raffelt, Karin Lutzenberger) 5:57:23. - Frauen: 1. DANi Schnider Radsport (Finsterwald/Andrea Krummenacher, Martina Gehrig, Cornelia Schwarzentruber) 6:16:17.

Rangliste: www.alpinathlon.ch


K A S T E N  1

Feuz und Glisenti Trophy-Schnellste

Die in den Alpinathlon Engadin St. Moritz integrierte Corvatsch-Trophy für Läufer gewann Patrick Feuz. Entgegen kamen dem im Wallis wohnhaften Berner die Passagen auf Schnee. „Ich laufe regelmässig Skipisten hoch“, so der 32-Jährige aus Ried-Brig der sich aktuell in einem Trainingslager in St. Moritz befindet und sich kurzfristig für eine Teilnahme an der Corvatsch-Trophy entschied.

Für die 11,9 Kilometer von St. Moritz Bad (1822 m ü. M.) bis zur Bergstation der Corvatsch-Bahn (3303 m ü. M.) benötigte Feuz 1:35:41 Stunden und war somit 1:51 Minuten schneller als der Zweitplatzierte Bruno Joller (Stans). Der an dritter Stelle klassierte Micha Steiner (Samedan) lag weitere 15 Sekunden zurück. Bei den Frauen triumphierte am Rennen, welches das höchstgelegene Ziel einer Sportveranstaltung Europas für sich beanspruchen darf, Astrid Leu (Wittenbach) vor Erika Odermatt (Stans) und Yvonne Carisch (Pontresina).

Die über 28,9 Kilometer (+/-1182) führende Padella-Trophy meisterte Andri Glisenti aus Cinuos-chel am schnellsten. (af)

Auszug aus der Rangliste
Corvatsch-Trophy. Männer: 1. Patrick Feuz (Ried-Brig) 1:35:41. 2. Bruno Joller (Stans) 1:37:32. 3. Micha Steiner (Samedan) 1:37:47.
Frauen: 1. Astrid Leu (Wittenbach) 2:11:59. 2. Erika Odermatt (Stans) 2:14:37. 3. Yvonne Carisch (Pontresina) 2:29:29.
Padella-Trophy: 1. Andri Glisenti (Cinuos-chel) 1:45:10. 2. David Baer (Samedan) 1:49:17. 3. Matias Klarer (Gossau SG) 1:52:28.

Rangliste: www.alpinathlon.ch